10 Mark Freie Hansestadt Hamburg Goldmünze | 1873-1913
Berlin Mint
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🇩🇪 10 Mark Hamburg 1873–1913 – Goldmünze der Freien Hansestadt – Hanseatische Heraldik in Feingold
Die 10-Mark-Goldmünze der Freien Hansestadt Hamburg entstand zwischen 1873 und 1913, einer Epoche, in der die Hansestadt ihre Identität innerhalb des Deutschen Kaiserreichs in einer eigenen, klaren Münzsprache ausdrückte. Hamburg, seit Jahrhunderten geprägt von Handel, Seefahrt und bürgerlicher Selbstbestimmung, übertrug diese Werte in ein Münzbild, das nicht auf Pracht, sondern auf ruhige, geordnete Konturen setzt. In Gold geprägt, vermittelt die Münze eine stille Materialwirkung, die der klaren Linienführung genügend Raum lässt, um ihre historische Aussagekraft ungehindert zu entfalten.
Die Vorderseite zeigt das große Hamburger Staatswappen, gehalten von zwei aufrecht stehenden Löwen, deren Darstellung als zentrales Motivdetail fett markiert ist. Die Löwen flankieren das Wappenschild wachsam und zugleich ruhig in ihrer Haltung – ein Sinnbild hamburgischer Wehrhaftigkeit und hanseatischer Tradition. Das Schild trägt die Burg mit drei Türmen, ein seit dem Mittelalter genutztes Hoheitszeichen der Stadt. Über dem Wappenbogen erscheint die umlaufende Inschrift „FREIE UND HANSESTADT HAMBURG“, gleichmäßig gesetzt und in einer klaren, gut lesbaren Typografie ausgeführt. Die Schrift rahmt das Wappen, ohne die Fläche zu überladen. Unterhalb befindet sich das Münzzeichen „J“, das für die Hamburger Münzstätte steht und dezent in die Komposition eingebettet ist.
Die Rückseite zeigt den einköpfigen, gekrönten Reichsadler des Deutschen Kaiserreichs, dessen Darstellung den staatlichen Verbund des Reichs, jedoch nicht die Auflösung der regionalen Identität symbolisiert. Über dem Adler steht der Nennwert „10 MARK“, darunter das jeweilige Prägejahr innerhalb des Ausgabezeitraums. Ein umlaufender Kranz aus Eichenlaub, dessen Blätter ebenfalls als bedeutendes Motivdetail fett markiert sind, fasst den Adler in einem ruhigen, organischen Rahmen. Das Eichenlaub steht auf Münzen dieser Zeit für Beständigkeit, naturverbundene Symbolkraft und staatliche Verwurzelung. Die Komposition der Rückseite bleibt geordnet: Adler im Zentrum, Jahreszahl und Wertangabe eingebettet, Naturkranz als ruhiger Abschluss.
Die Münze besteht aus 900er Gold, einer klassischen Legierung des Kaiserreichs. Der Goldanteil verleiht ihr eine warme, helle Farbwirkung, die das Licht weich reflektiert. Das Relief ist präzise ausgearbeitet, jedoch ohne harte Kontraste. Licht und Schatten entstehen sanft und fließend. Der geriffelte Rand ist ein traditionelles, haptisch klares Element, das den klassischen Charakter dieser Prägungen bewahrt.
Hamburg war und ist ein Ort bürgerlicher Freiheit, globaler Handelswege und maritimer Verbundenheit. Diese Münze zeigt genau diesen Ausdruck: keine Inszenierung, sondern hanseatische Ordnung, geprägte Identität und klare Heraldik. Die Löwen und die Burg stehen nicht für Machtüberschwang, sondern für ein Selbstverständnis der Stadt, das auf Geschichte, Handel und bürgerliche Souveränität gründet.
Die 10 Mark Hamburg Goldmünze bleibt damit ein Zeitzeugnis hanseatischer Prägekunst – ruhig, klar strukturiert und in einem warmen Materiallicht gehalten, das die Linien trägt und die Geschichte begleitet. Ein Stück Gold, das Hamburgs Identität in einer Form bewahrt, die bis heute eine stille, klare Präsenz besitzt.
| Metall | Gold |
| Form | Goldmünzen |
| Herkunftsland | Deutschland |
| Hersteller | Berlin Mint |
| Serie | Kaiserreich |
| Reinheit | 900/1000 |
| Feingewicht | 3,58 Gramm |
| Gesamt Gewicht | 3,982 Gramm |
| Prägequalität | Stempelglanz |
| Zustand | zirkuliert |
| Nennwert | 10 Mark |
| Dicke | 0,91 mm |
| Durchmesser | 19,50 mm |
| Verpackung | Einzeln in Münztasche |